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HotTug Die fahrbare Badetonne
von Sven Wernicke am 10. Oktober 2012
Brennendes Holz auf der Wasseroberfläche: Was nach einem dramatischen Schiffbruch klingt, ist Kernelement einer Geschäftsidee der niederländischen Künstler von supergoed. Mit ihrem HotTug wollen sie Menschen auf unkonventionelle Art und Weise auf Seen oder Flüsse bringen. Das HotTug ist eine fahrbare Variante des HutTub, der beheizten Badetonne für das eigene Grundstück. Der Unterschied besteht darin, dass man sich mit diesem Mobil dank eines regulären Außenborders über die Gewässer dieser Welt bewegen kann – zumindest über die überschaubaren. Das robuste Boot ist für sechs bis acht Personen gedacht. Mindestens einer der Mitfahrer sollte in der Lage sein, den kleinen Holzofen zu befeuern. Wozu? Um das Wasser im Kutter auf maximal 38 Grad zu erhitzen. ![]() Könnte auch ein Ein-Mann-Boot sein: Das HotTug, die nur bedingt bessere Alternative zum eigenen Thermalbad Das HotTug bleibt letztlich eine Badetonne, wenn es die Insassen möchten. Im warmen Nass sitzend, schippert man so durch die Kanäle, bestaunt die Natur und genießt die Ruhe. Der Holzvorrat im Boot hält maximal zweieinhalb Stunden. Möchte man danach nicht im Wasser frieren, ist ein Anlegen und Fällen eines Baumes nötig. Alternativ erwirbt man regulär brennbaren Nachschub. Das ist vermutlich die bessere Idee. Ein vollständiges HotTug mit Elektro-Motor kostet mindestens 14.950 Euro. Ab Dezember 2012 können die wohligen Tonnen auch gemietet werden, wenn man denn in einem der luxuriösen Ferienapartments von Werfijlst seinen Urlaub verbringen will. Eisige Vorstellungen lassen trotzdem frösteln: Im Winter bei klirrender Kälte halbnackt in ein HotTug steigen, den Ofen aufheizen und darauf warten, bis das Wasser eine angenehme Temperatur erreicht hat? Was, wenn das Feuer erlischt oder man weit entfernt vom Ausgangsort anlegen und in Badehose Hilfe oder neues Holz suchen muss? Und wie bekommt man die maximal 2000 Liter Wasser im Boot wieder heraus? Vielleicht sind das bewährte HotTub oder der gute, alte Wirlpool doch die sichereren Erholungskandidaten. Sollte es dennoch unbedingt ein Boot sein, gibt es schon in Deutschland eine etabliertere, wenn auch vor Anker liegende und nicht ganz so private Alternative: das Badeschiff auf der Berliner Spree. Ähnliche Artikel Ach, das erste Moped! Jan Joswig kramt diesmal in den Rappelkisten-Erinnerungen von Menschen.… Wer auf der Suche nach dem passenden Motorrad ist: Jan Joswig erzählt diesmal von einem…
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